Das Zauberwort heißt Biologie
Beim biologischen Filterverfahren werden die abluftverunreinigenden Stoffe wie z.B. H2S, NH3 oder auch zahlreiche andere organische Verbindungen wie Lösungsmittel durch Stoffwechselfunktion von Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) abgebaut und in unproblematische Stoffe wie CO2, H2O und Biomasse umgewandelt.
Hierzu wird die zu entsorgende Abluft über Ventilatoren abgesaugt und über ein im Biofiltersystem integriertes Verteilersystem gleichmäßig durch das Filterpaket geleitet.
Unser Trägermaterial des Filterpaketes besteht aus organischem faserigen Material mit guten Wasserspeichereigenschaften, welches den Mikroorganismen eine große Ansiedlungsfläche bietet.
Um einem möglichst optimalen biologischen Stoffabbau zu erreichen, sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
Feuchte der Abluft und des Trägermaterials > 95% (Wasser transportiert die wasserlöslichen Abluftbestandteile zu den Mikroorganismen und ermöglicht deren Existenz).
Wasserlöslichkeit der abzubauenden Abluftinhaltsstoffe.
Temperaturen möglichst zwischen +10°C und + 40°C - je geringer die Temperatur, desto geringer die Stoffwechseltätigkeit. Temperaturen über 40°C wirken schädigend auf die Mikroorganismen. In besonderen Fällen sollte eine Lufterwärmung oder Kühlung vorgesehen werden, sofern dieses wirtschaftlich möglich ist.
keine toxisch wirkenden Stoffe.
stetige Beschickung mit Abluft, Abgas.
Ausreichender Sauerstoffgehalt.
Um eine ausreichende Feuchtigkeit zu erzielen, wird in der Regel ein Luftbefeuchter vorgeschaltet. Beim passieren des Befeuchters werden Partikel und einige Gasanteile ausgeschieden und die Abluft entsprechend nahe der Sättigung befeuchtet.
Alternativ kann ebenfalls ein Sprühsystem über dem Trägermaterial zur Anwendung kommen welches dosierte Feuchte über eine Zeitschaltsteuerung gewährleistet.