Das Problem

Schwefelwasserstoff in Bio- und Faulgasen führt bei einer thermischen Nutzung durch die Bildung von Schwefeldioxid zu Umweltbelastungen sowie zu Korrosionsproblemen in Rohrleitungen und Verbrennungsmotoren.

Die Lösung

Durch den Einsatz von pelletierter Absorptionsmasse ENF-S auf Basis von Eisenhydroxid wird der Schwefelwasserstoff chemisch gebunden und auf diese Weise aus dem Gas entfernt. Zudosierter Luftsauerstoff führt zu einer kontinuierlichen Regeneration der Masse. Auf diese Weise werden hohe Beladungsraten von mehr als 30 Masse-% erzielt. Schwefelwasserstoff in Bio- und Faulgasen führt bei einer thermischen Nutzung durch die Bildung von Schwefeldioxid zu Umweltbelastungen sowie zu Korrosionsproblemen in Rohrleitungen und Verbrennungsmotoren.

Das Verfahren

Das H2S-haltige Klär- oder Biogas wird durch einen turmförmigen Entschwefelungsreaktor oder einen Hordenentschwefeler geleitet, in dem sich die pelletierte ENF-S Gasreinigungsmasse befindet. Durch eine chemische Reaktion des gasförmigen Schwefelwasserstoffes mit dem Eisenhydroxid der Entschweflermasse wird festes Eisensulfid gebildet. Eine häufig praktizierte Zumischung von Luftsauerstoff bewirkt eine kontinuierliche Regeneration der Gasreinigungsmasse unter Bildung von elementarem Schwefel.

Anwendungsgebiete

Die pelletierte Gasreingungsmasse ENF-S lässt sich bei den folgenden Gasbehandlungsverfahren besonders vorteilhaft einsetzen:

Entschwefelung von :

- Faulgasen in kommunalen Kläranlagen

- Faulgasen in landwirtschaftlichen Biogasen

- Gasen aus der anaeroben Industrieabwasserbehandlung

- Deponiegasen

- technischen Brenngasen und Synthesegasen

- Biogasen aus der Vergärung von Abfällen

- Industrieabgasen

>Eventuell vorhandene Siloxanverbindungen werden ebenfalls abgeschieden<

Pelletierte Gasreinigungsmasse

Die Reaktionen

Die bei der Beladung und der Regeneration der Entschwefelungsmasse ablaufenden

chemischen Vorgänge lassen sich durch die im folgenden Schema dargestellten Reaktionsgleichungen beschreiben: